Roberto A. Babst
Präsident Wildtierschutz Schweiz
Seit über 30 Jahren engagiert sich Roberto A. Babst mit Leidenschaft und Konsequenz für den Tier- und Wildtierschutz. Seit zehn Jahren arbeitet er für den Wildtierschutz Schweiz und seit 2022 prägt er als Präsident von Wildtierschutz Schweiz die strategische Ausrichtung der Organisation und setzt klare Akzente in der nationalen und internationalen Wildtierschutzpolitik.
Babst verbindet politisches Engagement mit kommunikativem Feingefühl und gestalterischer Kompetenz. Seine Stärke liegt nicht nur in der fundierten Argumentation für Biodiversität, Artenschutz und einen zeitgemässen Umgang mit Wildtieren, sondern auch in der Fähigkeit, komplexe Themen verständlich und wirkungsvoll in die Öffentlichkeit zu tragen. Kampagnen, Petitionen, Informationsveranstaltungen und mediale Auftritte tragen seine Handschrift – klar, pointiert und wertebasiert.
Ein besonderer Fokus seiner Arbeit liegt auf dem Schutz von Grossraubtieren wie dem Wolf, auf der Reform veralteter Jagdpraktiken sowie auf der Stärkung wissenschaftlich fundierter und ethisch vertretbarer Lösungen im Umgang mit Wildtieren. Für Babst ist Wildtierschutz untrennbar mit Biodiversität, Klimaschutz und gesellschaftlicher Verantwortung verbunden.
Dabei scheut er die politische Auseinandersetzung nicht. Ob in Abstimmungskampagnen, juristischen Verfahren oder im öffentlichen Diskurs – er tritt sachlich, faktenorientiert und zugleich mit klarer Haltung auf. Sein Engagement ist geprägt von Ausdauer, strategischem Denken und dem festen Willen, langfristige Veränderungen zu bewirken.
Roberto A. Babst steht für einen modernen, aktiven Wildtierschutz, der Information, Kreativität und politisches Engagement wirkungsvoll miteinander verbindet – und den Tieren eine starke, unüberhörbare Stimme verleiht. Dabei vertritt er die klare Position, dass die heutige Hobby-Jagd und die bestehenden kantonalen Jagd- und Fischereistrukturen grundlegend hinterfragt und neu gedacht werden müssen.
Aus seiner Sicht braucht es anstelle eines primär abschussorientierten Systems ein zeitgemässes, national koordiniertes Wildtiermanagement. Dieses soll sich konsequent am Schutz der Wildtiere, an der Pflege ihrer Lebensräume sowie an einer wissenschaftlich fundierten Bestands- und Biodiversitätserfassung orientieren. Wildtierpolitik darf nicht von traditionellen Abschussinteressen geprägt sein, sondern muss ökologische Verantwortung, Artenschutz und langfristige Stabilität der Ökosysteme ins Zentrum stellen.
Für Babst bedeutet moderner Wildtierschutz daher, Wildtiere als integralen Bestandteil unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu behandeln – nicht als jagdliche Ressource, sondern als schützenswerte Mitgeschöpfe innerhalb eines sensiblen ökologischen Gleichgewichts.